Khándroma

von links:  Stefan Harth (Gitarre), Phillip Janz (Bass), Tilman Vogel (Piano), Moritz Ulrich (Drums) und Johannes Bernet (Saxophon).
von links: Stefan Harth (Gitarre), Phillip Janz (Bass), Tilman Vogel (Piano), Moritz Ulrich (Drums) und Johannes Bernet (Saxophon).

Wer ist Khándroma?
Khándroma ist eine fünfköpfige Band aus Freiburg, die sich dem Post-Progressive zuordnen lässt. Khándroma spielen einen instrumentalen, auf komplex verwobenen, rhythmischen Patterns basierenden Sound, der Trance-induzierende Grooves genauso enthält wie strahlende harmonische und melodische Passagen. Wie die Kultur der Zukunft, welche die Erde so dringend ruft, besitzt die Musik der Band Charakter, doch kein Ego: einzigartig und dabei vielseitig, ist sie für jede*n mit Freude an Klang und Rhythmus ein Erlebnis.

Wann, wo und warum spielen Khándroma und was kostet das Zuhören?
Die Band spielt am Samstag, dem 5. Mai, um 19 Uhr c.T. ein mindestens 90-minütiges Konzertset mit Stücken des brandaktuellen, noch unbetitelten Albums, welches im Laufe des Jahres veröffentlicht werden wird. Die facettenreiche Musik ist für Liebhaber sowohl rockiger als auch sanfter Musik geeignet. Wer sich von aktuellen oder den Stücken der bisher veröffentlichten drei Studioalben vorab einen Eindruck verschaffen möchte, ist herzlich eingeladen, dies auf Youtube, Facebook oder über die Webseite der Band zu tun. Das Konzert ist für Festivalbesucher kostenlos.

 

Mehr Infos:

https://khandroma.de/


Interview mit Khándroma
1. Euren Namen, 'Khándroma', kann man sich mühsam merken mit „Khan, Dr., Oma“. Warum nennt ihr euch so?
Antwort: Khándroma (Sanskrit für 'Raumgänger') sind eindrucksvolle, schillernde Gestalten der indischen Mythologie, Mischwesen aus Dämon und Engel. Sie vereinen Züge von brachialer Wildheit und gelassener Weisheit in sich. Das macht sie zu idealen Namens-Patinnen für unsere Band und unsere Musik.

 

2. Seit wann gibt es euch und was hat sich seit eurer Gründung verändert?
Antwort: Die Band existiert seit mehr als zehn Jahren und hat sich über die Zeit enorm verändert. Auf dem ersten Album klangen wir mal wie Pink Floyd, mal wie klassischer Jazz, dann waren wir eine zeitlang funkig und elektrisch, bis sich endlich, jetzt in den letzten zwei, drei Jahren, unser wirklicher, ganz eigener Khándroma-Stil herausgebildet hat: seltene Soli, meist eine organische Musik aus - auf die gesamte Band verteilten - wiederkehrenden Patterns und Polyrhythmen, mal als sanfte Passagen, die einen fast in Trance versetzen, mal heavy, brachial und episch.


3. Könnt ihr in einem Satz und für Alt und Jung verständlich eure Musik und eure Ziele beschreiben?
Antwort: Nein. ...OK, nur ein Spaß. Vielleicht so: unsere Musik ist vielgestaltig, doch stets im Fluss, komplex für den Geist, doch einfach für die Seele; sie will den ganzen Menschen anregen, das Bewusstsein vertiefen und die Sinne schärfen für die ganze Schönheit und Zerbrechlichkeit des Lebens.


4. Welches eurer Stücke ist euer Lieblingsstück – und warum? Und spielt ihr das auf dem Zukunftsfestival?
Antwort: Manche von uns mögen bestimmte Stücke besonders, und wir werden fast alle davon spielen, denn oft sind es einfach die neuesten und daher ausgereiftesten in unserem Set. Insgesamt ist das schwer zu beantworten, da die Stücke ein wenig wie gute Freunde sind: sie haben alle ihre Macken und Stärken.


5. Worin seht ihr den Sinn der Musik allgemein und eurer im Besonderen?
Antwort: Musik ist die Sprache der Seele, sie bringt uns zum Schwingen, führt uns in den jetzigen Augenblick, den Kontakt mit uns selbst und begünstigt dadurch auch tiefen, echten Kontakt mit Anderen. Mit unserer Musik versuchen wir dies in immer höherem Maße zu erreichen, indem wir Klischees meiden und trotz der Komplexität in Harmonie und Rhythmus eine universell menschliche, beseelte und ästhetische Klangsprache sprechen.


6. Warum spielt ihr auf dem Zukunftsfestival in Bühl? Bleibt eure Musik auch in der Postwachstumsökonomie wichtig?
Antwort: Es gibt keine Zukunft ohne Kreativität. Wir wollen die Leute nicht nur unterhalten, sondern inspirieren. Wo gäbe es dafür einen besseren Rahmen als dieses Festival? Wir freuen uns sehr auf die Menschen, die von diesem Event angezogen werden, und glauben, dass diese Menschen besonders tief aus unserer Musik schöpfen werden. In dem Maße, in dem der Übergang zur Postwachstumsökonomie gelingt, wird Musik wie unsere, die nicht betäubt, sondern aufweckt und anregt, vermutlich noch stärker nachgefragt werden als jetzt.