Die Kunst wird dynamisch und multimedial
Manfred Emmenegger-Kanzler entlässt 1.340 und 1 Kunstwerke in die Welt
 
1.340 Bierfilze liegen in den Lagerräumen des Gemeinwohl-Forum-Baden e.V.  Es sind die ungewöhnlichen Eintrittskarten zum Zukunftsfestival 2018 am 5. und 6. Mai auf dem Gelände der Demeter-Gärtnerei Decker in Bühl-Weitenung: Einerseits ist so ein Filz die spektakuläre Eintrittskarte von der Größe und der Form eines handelsüblichen umweltfreundlichen Bierfilzes, der nach Gebrauch problemlos kompostiert werden könnte. Der Aufdruck ermöglicht seinen Kauf als Ein-Tages-Ticket (5 €) oder als ein Zwei-Tages-Ticket (8 €). Mit Hilfe einer mitgelieferten unbehandelten Holzwäscheklammer steckt sich der Fachbesucher des Zukunftsfestivals seine 9,3 cm x 9,3 cm große Eintrittskarte ans Hemd, an die Bluse oder ans Jackett.


Andererseits ist die Eintrittskarte aber auch der mobile, individuelle Teil des interaktiven Kunstwerks „Kartenhaus“, das von Manfred Emmenegger-Kanzler (Entwurf und Bau des Kunstwerks) und dem Arte-IT-Projektleiter Thomas Weiss (Vernetzung der QR-Codes mit Tweets, die aktuell die Welt beschreiben) für das Zukunftsfestival projektiert wurde. 
Denn auf jeder Eintrittskarte ist ein QR-Code zu sehen, der sich auch auf dem gigantischen „Kartenhaus“ befindet, das am 5. Mai auf dem Gelände des Zukunftsfestivals montiert und eröffnet wird.


Die einzelnen Karten des Kunstwerkes „Kartenhaus“ haben eine Seitenlänge von 120 cm und sind so aufeinander gestapelt, dass sie wie ein riesiges fragiles Zeltgebäude aussehen und schon auf diese Weise auf die bedrohte Balance unseres Planeten hinweisen.

Alle Riesenkarten wiederum tragen ebenfalls so genannte „QR-Codes“, die von Thomas Weiss dynamisch angelegt wurden: Wer mit Hilfe seines Smartphones ein Foto von dem Kartenhaus schießen möchte, wird durch den QR-Code direkt ins Internet geführt – genau dorthin, wo Thomas Weiss auf die Gefährdung unserer Welt hinweisen möchte: Schmelzende Gletscher, verschwindende Urwälder, Plastikstrudel in den Ozeanen, überfüllte Städte, Klimafolgen, karge Landschaften, Web-Cams, Statistiken, Vorträge und Filme, Bilder und Töne. 


Dabei orientieren sich die Künstler in ihrer Zielauswahl an den sieben Todsünden des Hieronymus Bosch: Zorn, Hochmut, Wollust, Trägheit, Völlerei, Habgier und Neid. Dies sind die Quellen für den Zustand der Welt - und die Ziele der QR-Codes führen den Betrachter direkt dorthin. Dabei können die QR-Codes jederzeit in ihrer Zieladresse neu programmiert werden.

 

Wer also eine Eintrittskarte erworben hat, tut gut daran, diese nicht zu kompostieren, sondern mit ihr in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten die Entwicklung unserer Welt zu beobachten. 

Mindestens bis zum nächsten Zukunftsfestival.
Wer es dann noch schafft, sich seine Eintrittskarte von einem der beiden Künstler signieren zu lassen, hat ein einzigartiges Kunstwerk, das vielleicht schon am Folgetag seinen Wert verdoppelt hat und vielleicht in einigen Jahren in ausgesuchten Museen der Welt zu finden ist.

 

Wer sicher sein will, dass er auch eines dieser einzigartigen Kunstwerke und Eintrittskarten erwerben kann, kann sie ab sofort im Vorverkauf im Gärtnerhof Decker in Bühl-Weitenung (Ottenhofener Straße 27) und seinen Vital-Filialen in Baden-Baden (Rheinstraße 17 und Luisenstraße 32) und Sinzheim (Hauptstr. 145) erwerben. Die Zwei-Tage-Tickets sind übertragbar. Wer also nur an einem Tag Zeit für das Zukunftsfestival  hat, kann sein Kunstwerk für den zweiten Tag verleihen.

 

Mehr zu Manfred Emmenegger-Kanzler:

http://www.emmenegger-kanzler.de/